Steiermark · Wein News

Weinmarkt im Wandel, Krise oder Chance?

In Folge 23 von „Der letzte Schluck zum Feierabend" sprechen Michael Gehring und ich darüber, wie sich der Weinmarkt gerade verändert, und was das für Betriebe bedeutet, die davon leben. Für Hoteliers ging es dort vor allem um die eigene Weinkarte und den Einkauf. Für Winzer steckt in der gleichen Frage etwas anderes: der Moment, in dem sich zeigt, wer sich wirklich positioniert hat und wer nur mitgeschwommen ist.

Jeder Markt, der sich verändert, trennt zwei Arten von Betrieben. Die einen warten ab, bis sich die Lage wieder normalisiert. Die anderen nutzen die Unruhe, um sich neu und klarer aufzustellen. Beides ist eine Entscheidung, auch das Abwarten. Nur trifft sie oft niemand bewusst.

Veränderung ist kein Verdikt über den einzelnen Betrieb

Wenn im Podcast von einem Weinmarkt im Wandel die Rede ist, klingt das schnell nach einer Krise, die alle gleichermaßen trifft. In der Praxis ist das selten so. Manche Segmente verlieren an Boden, andere gewinnen dazu, oft innerhalb derselben Region und desselben Sortiments. Was sich wirklich verändert, ist häufig nicht die Nachfrage nach Wein an sich, sondern die Erwartung daran, wer ihn verkauft, wie glaubwürdig die Geschichte dahinter ist und ob ein Betrieb für etwas Bestimmtes steht.

Wer austauschbar ist, spürt jede Marktbewegung sofort

Ein Weingut ohne klares Profil reagiert auf jede Marktveränderung wie ein Blatt im Wind. Steigen die Kosten, sinkt die Marge. Verändert sich der Geschmack, verändert sich der Umsatz gleich mit. Ein Betrieb mit klarer Positionierung hat dagegen etwas, das nicht beliebig austauschbar ist, eine Rebsorte, eine Haltung, eine Herkunftsgeschichte, ein Verhältnis zu den eigenen Kunden. Genau dieser Unterschied entscheidet, ob eine schwierige Marktphase als Bedrohung oder als Gelegenheit erlebt wird.

Ein Markt im Wandel bestraft nicht den Wein, sondern die fehlende Haltung dahinter.

Wie Sie diese Veränderung für sich nutzen

  • Prüfen Sie, ob Ihr Sortiment für eine klar erkennbare Zielgruppe steht oder für alle ein bisschen
  • Nutzen Sie eine ruhigere Marktphase, um Positionierung und Preisstruktur bewusst zu überdenken, statt nur die Kosten zu senken
  • Sprechen Sie offen mit Ihren treuesten Kunden darüber, was sie an Ihrem Weingut wirklich schätzen, und bauen Sie darauf auf

Folge 23 vollständig hören

Die vollständige Episode mit Michael Gehring und mir, inklusive der Hotellerie-Perspektive auf Einkauf und Weinkarte, gibt es auf Spotify und den anderen gängigen Plattformen. Eine ausführliche Einordnung aus Sicht der Hotellerie finden Sie im Originalartikel auf hotelsuccess.cc/podcast, der Hauptseite unseres gemeinsamen Podcasts.

Wie positioniert sich Ihr Weingut in einem Markt im Wandel?

Im kostenlosen Strategiegespräch sehen wir uns Ihre Ausgangslage an und finden den nächsten sinnvollen Schritt.

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